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Modelle von 1999 - 2008

Alexandra Ranner simuliert und inszeniert Innenräume in Form von dreidimensionalen, guckkastenähnlichen Modellen sowie parallel dazu entstehenden Fotografien, die selbst wieder zum Anlass für neue Modelle werden. Spärliche Möblierung, eine suggestive Lichtdramaturgie, gedämpfte Farben sowie Raumfolgen und Blickwinkel, die vieles im präzise kalkulierten Unklaren lassen, erzeugen eine unheimliche, filmisch anmutende Atmosphäre, die voyeuristische Fantasien stimuliert und zugleich auf Distanz hält. Der Betrachter ist mit unbehaglichen Schwebezuständen konfrontiert, mit Raumsituationen, die ihre Machart nicht verheimlichen und doch die vertraute Wahrnehmung irritieren und ebenso bekannt wie bedrohlich wirken, im Zwischenbereich von öffentlich und privat, von zeitgeistig-reduziertem Schick und der Verwahrlosung modernistischer Architekturutopien. (aus Katalog "Why pictures now", MuMok Wien 2006)

Installationsansicht Ausstellung Galerie Six Friedrich Lisa Ungar, 2004
v.l.n.r.: "Ende", 2002" Modell Flur", 2003, "Modell Flur_Tanz"